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RAWLINE-01

Julius Greve

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RAWLINE-01 ist aus dem Wunsch entstanden, ein Möbel zu entwickeln, das luftig wirkt und zugleich roh bleibt. Reduziert, ohne kühl zu sein. Es ging mir nicht um Inszenierung, sondern um ein Stück, das seine Wirkung aus dem Material und der Konstruktion bezieht.

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Ein Ausgangspunkt war die Faszination für überstehende Verbindungen: Details, die normalerweise versteckt oder „aufgeräumt“ werden, wollte ich bewusst sichtbar lassen. Bei RAWLINE-01 habe ich diese Überstände gezielt verlängert, bis sie die Proportionen prägen und der Bank eine klare, eigenständige Silhouette geben.

Das Möbelstück lebt gewollt von einem Moment der Irritation, bei dem auf den ersten Blick fast zwangsläufig die Frage entstehen soll, ob die Bank überhaupt halten kann oder schon bei geringer Belastung auseinanderfällt.. Und unmittelbar danach folgt die nächste: Wo sind die Verbindungen?

Genau dieses Spannungsfeld war das Ziel. RAWLINE-01 bricht mit Erwartungshaltungen, ohne die Logik zu verlassen. Die Bank wirkt, als wären ihre Elemente lose zusammengesteckt, tatsächlich wird sie jedoch durch unsichtbare Domino-Verbindungen zusammengehalten. Die Stabilität bleibt real, die Konstruktion tritt zurück und die Bank behält ihre Leichtigkeit.

 

RAWLINE-01 markiert für mich den Beginn einer Reihe von Studien, in denen ich untersuche, wie Präzision nicht durch Komplexität entsteht, sondern durch bewusste Entscheidungen: Materialstärke, Proportion, Verbindung und den Mut, manche Regeln nicht zu erfüllen, sondern sie zu brechen. 

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